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Helga Siebecke Ich bin in der ehemaligen DDR groß geworden, in Berlin geboren, im Harz das Abi, habe dann BWL in Freiberg/Sachsen studiert...an der Bergakademie (keiner will mehr was von Bergbau wissen) und als Dipl. Ing. oec. erfolgreich abgeschlossen. Anschließend war ich dann in der Forschung für Nichteisenmetalle tätig, heiratete gegen den Willen der besorgten Eltern und bekam eine Tochter. Es wurde etwas später ein mit vielen jugendlichen Illusionen und Leichtsinn gepaarter Ausreiseantrag in die BRD gestellt. Natürlich folgten Stasi-Repressalien. Es war ein großes Desaster!!! Leider, diese Ehe war ein brutaler Reinfall. Die Eltern hatten Recht. Ohnmächtig, kleinlaut kehrte ich in ihren Schoß nach Mecklenburg/Vorpommern zurück. Dann folgte bald die zweite Ehe mit einem Berufsoffizier, die Geburt meines Sohnes, die Besiegung des Krebses, viel Arbeit in Industrie und nach erfolgtem Umzug später auch berufliche Tätigkeit in der Verwaltung einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG genannt. Wir bauten ein Haus auf dem Land, um meinen alten Eltern beizustehen, ihnen das schöne Zuhause zu erhalten. Dann überraschte uns und alle die Wende! Was tun? Es gab keine Arbeit mehr. Wir gründeten ein Autohaus, dann noch Eines und noch ein Weitere und waren damit ein recht großes Unternehmen und ich nunmehr stolzer Unternehmer. Mein Mann war damit sehr überfordert, der Alkohol erwies sich für ihn auch nicht als Lösung. Das komplette Imperium brach später nach acht schwersten Jahren zusammen, meine Ehe auch. Mein Mann ist später nach der Scheidung verstorben und ich saß in den Scherben. Das war schlimm! Meine Kinder gingen eigene Wege So habe ich dann mein Mütterlein genommen und bin der Liebe wegen nach Bayern umgezogen, hier hatte ich aber nur eine schreckliche Arbeit als Buchhalterin finden können. Meine Liebe zerbrach Ein Neubeginn war fällig. So entschloss ich mich, auch der Liebe wegen, nach Wiesbaden zu gehen, die Mutter immer mit. Jetzt ist alles gut, wenn ich auch keine Arbeit mehr fand, wer will schon eine alte Krähe aus dem Osten. Ich bin dennoch sehr glücklich, habe ich doch jetzt einen Partner, einen Mann, der mit mir auf einer Welle schwimmt.
Seit meinem 50.Lebensjahr habe ich mit der Malerei und dem Schreiben begonnen und auch noch mit dem Klavierspielen...aber Letzteres muss noch sehr vervollkommnet werden, was wirklich anstrengend ist. Aber was Spaß macht, lernt man ja bekanntlich.
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